Linux-Arbeitskreis Hamburg

USV-Anlage

Grundlagen

Ein Stromausfall ist für alle Server ein großes Problem. Nicht alle Änderungen an Dateien werden sofort auf die Festplatte zurückgeschrieben. Ein Stromausfall kann daher zu Inkosistenzen im Dateisystem führen, im schlimmsten Fall fährt der Rechner nicht mehr richtig hoch.

Ein Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) übernimmt zwei Aufgaben. Einerseits liefert sie für mehrere Minuten weiter Strom, andererseits kann sie in der Zeit den Server geordnet herunterfahren.

Der folgende Text beschreibt die Zusammenarbeit zwischen einer USV Anlage APC Smart-UPS und dem Linux-Server. Die Anlage kostet bei 450 VA etwa 565,00 DM inklusive Kabel.

Installation der Hardware

Die USV-Anlage wird einfach zwischen Server und Stomversorgung geschaltet, so wie es auch in der Bedienungsanleitung beschrieben wird.
Zusätzlich werden die erste serielle Schnittstelle unseres Servers (die obere bei den Acer-Rechnern) und die USV-Anlage mit dem mitgelieferten seriellen Kabel verbunden.

Installation der Software

Für Windows und Novell wird die entsprechende Software mitgeliefert. Für Linux muß man sich die Software erst herunterladen. Dafür gibt es sehr verschiedene Möglichkeiten. Ich habe mich für das Programm apcupsd entschieden, da es an die Hardware gut angepaßt scheint. Für andere USV-Anlagen mag das Programm Genpower flexibler sein.

Ich habe das Programmarchiv apcupsd-3.3.3.bin.linux.tar.gz in den Ordner /usr/src/packages gespeichert und dort mittels

tar xvfz apcupsd-3.3.3.bin.linux.tar.gz

entpackt. Hierbei entsteht der Ordner apcupsd-3.3.0.bin.linux. In diesen Ordner wechseln wir mittels

cd apcupsd-3.3.0.bin.linux

Von dort aus wird die Installation mittels

./INSTALL suse libc5

gestartet. Bei der Installation muß sowohl die distribution, als auch die Version von libc mit angegeben werden.

Das Installationsprogramm aktualisiert die Dateien:

/etc/rc.config  und
/sbin/init.d/halt

die alten Versionen werden aber vorher gesichert.

Nun sollte man noch die Datei /etc/apcupsd.conf editieren, da defaultmäßig als UPS-Typ nicht die Smart-UPS eingetragen ist (spielt aber vermutlich auch keine Rolle).

Nach einen Reboot sollte das System funktionsfähig sein. Der Powerdämon meldet sich beim Boot-Vorgang erst ziemlich zum Schluß.

Das APSUPS-Paket besteht aus folgenden Dateien:
/sbin/apcupsd Der Dämon, der den Zustand der USV-Anlage überwacht
/sbin/powersc Ein Shell-Script, das alle Aktionen durchführt. Es startet den Dämon und  reagiert auf die jeweiligen Ereignisse.
/sbin/init.d/apcups Das Start- / Stop-Script, das /sbin/powersc startet.
/etc/apcupsd.conf Die Haupt-Konfigurationsdatei
/etc/apcupsd.status Ausgabe von Status-Informatione über die USV-Anlage
   


Kritik, Anregungen und Ergänzungen willkommen. Zusammengestellt von Uwe Debacher, letzte Änderung am 27.01.2006